Zweisprachigkeit aus Schülerperspektive: Schulprojekt oder Weckruf?

Im Deutschunterricht der Klasse 11c an der Alexander-von-Humboldt-Schule Viernheim beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Dr. Polichronia Thomoglou, Deutschlehrerin und Fachbereichsleitung, intensiv mit dem Thema Zweisprachigkeit. Dabei erlernten sie unter anderem das materialgestützte Schreiben informativer Texte und setzten sich mit der Bedeutung von Sprache im schulischen wie auch im gesellschaftlichen Kontext auseinander.

Um ihr Wissen praxisnah einzusetzen und weiterzugeben, erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen Broschüren zum Thema Zweisprachigkeit, die sich an Eltern sowie an jüngere Jahrgänge richten. Die beste Broschüre der Klasse wurde ausgewählt und an Viernheimer Grundschulen sowie an die fünften und sechsten Klassen der Alexander-von-Humboldt-Schule verteilt.

Das Projekt zeigt, wie Unterricht über das Klassenzimmer hinauswirken kann: Die Schülerinnen und Schüler erkannten, dass sie mit ihren Ideen informieren, sensibilisieren und konkret unterstützen können. Gleichzeitig wurde deutlich, dass Zweisprachigkeit eine wertvolle Ressource ist, die Anerkennung und Förderung verdient.
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Im Mittelpunkt steht dabei kein Entweder-oder, sondern ein bewusstes Miteinander: Die Familiensprache bildet häufig eine wichtige Grundlage für die sprachliche Entwicklung, während Deutsch als zentrale Bildungs- und Unterrichtssprache entscheidend für schulischen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe bleibt.

Mit alltagsnahen Tipps ermutigt die Broschüre Eltern, ihre Kinder sprachlich aktiv zu begleiten – durch Gespräche, gemeinsames Lesen und spielerische Übungen. So setzt die Klasse 11c ein klares Zeichen: Sprache verbindet. Zweisprachigkeit ist eine Chance.

Text: Dr. Polichronia Thomoglou, Carolin Toppel